can und could
Grammatik-Podcast
Kurz erklärt
Can drückt meist eine Fähigkeit, Möglichkeit oder Erlaubnis in der Gegenwart aus. Could bezeichnet häufig eine allgemeine Fähigkeit in der Vergangenheit. Es macht außerdem Bitten höflicher, ohne dabei eine Vergangenheitsbedeutung zu haben. Für eine einzelne erfolgreich abgeschlossene Handlung in der Vergangenheit verwendet man oft was/were able to statt could. Can und could unterscheiden sich von must oder have to (Notwendigkeit), should oder ought to (Rat) und may oder might (unsichere Möglichkeit). Vergangene Vermutungen mit Modalverben gehören zum Thema Modalverben in der Vergangenheit.
Bildung
Subjekt + can/could + Grundform des Verbs. Die Verneinung lautet cannot/can’t oder could not/couldn’t. In Fragen steht can/could vor dem Subjekt. Nach can und could steht kein to; die Form bleibt bei allen Personen gleich.
Verwendung
- Can beschreibt gegenwärtige Fähigkeiten und Möglichkeiten oder erteilt beziehungsweise erfragt Erlaubnis.
- Could beschreibt allgemeine Fähigkeiten und Möglichkeiten in der Vergangenheit.
- Could formuliert eine Bitte höflicher als can; beide Formen sind im neutralen US-Englisch üblich.
Beispiele
- I can speak English. — Ich kann Englisch sprechen.
- Could you open the window, please? — Könntest du bitte das Fenster öffnen?
- She could swim when she was five. — Sie konnte schwimmen, als sie fünf Jahre alt war.
- We can’t come tonight. — Wir können heute Abend nicht kommen.
Typischer Fehler
❌ He can to drive.
✅ He can drive.
Nach can und could folgt die Grundform ohne to. Außerdem erhält das Modalverb in der dritten Person kein -s.
Merke
Nach can und could steht immer die Grundform ohne to. Could kann Vergangenheit oder eine höfliche Bitte ausdrücken.