Verben & Zeitformen

may und might

B1WichtigEnglisch

Grammatik-Podcast

Kurz erklärt

May und might sind Modalverben. Beide drücken aus, dass etwas möglich, aber nicht sicher ist. Might klingt bei gegenwärtigen oder zukünftigen Möglichkeiten häufig etwas unsicherer als may; der Unterschied ist jedoch oft klein. May dient außerdem in eher formellen Situationen dazu, um Erlaubnis zu bitten oder Erlaubnis zu geben. Im neutralen US-Englisch ist can dafür im Alltag üblicher. Nach may und might steht die Grundform des Verbs ohne to. Fragen und Verneinungen werden ohne do gebildet. Für Verpflichtungen verwendet man nicht may oder might, sondern zum Beispiel must oder have to. Ratschläge drückt man eher mit should aus. Dieser Abschnitt behandelt gegenwärtige und zukünftige Möglichkeiten; Formen wie may have done und might have done gehören zu den Modalverben in der Vergangenheit.

Bildung

Subjekt + may/might + Grundform; Verneinung: Subjekt + may not/might not + Grundform; Frage: May/Might + Subjekt + Grundform?

Verwendung

  • May oder might beschreibt eine mögliche Handlung oder Situation in der Gegenwart oder Zukunft.
  • Might kann eine geringere Sicherheit andeuten, ist aber oft ohne deutlichen Bedeutungsunterschied mit may austauschbar.
  • May wird für formelle Fragen nach Erlaubnis und für formelle Erlaubnis verwendet.
  • May not und might not bedeuten, dass etwas möglicherweise nicht geschieht; may not kann je nach Kontext auch ein Verbot ausdrücken.

Beispiele

  • It may rain this afternoon. — Heute Nachmittag regnet es vielleicht.
  • She might join us later. — Vielleicht kommt sie später zu uns.
  • May I use your phone? — Darf ich dein Telefon benutzen?
  • He might not know the answer. — Vielleicht kennt er die Antwort nicht.

Typischer Fehler

❌ She may to arrive late.

✅ She may arrive late.

Nach may und might folgt die Grundform ohne to.

Merke

Nach may und might steht immer die Grundform ohne to. Für Möglichkeiten sind beide oft austauschbar, während may bei Erlaubnis formeller klingt.