Indirekte Rede
Grammatik-Podcast
Kurz erklärt
Die indirekte Rede gibt Aussagen anderer sinngemäß wieder. Nach einem Berichtsverb in der Vergangenheit werden Zeiten oft zurückverschoben; außerdem passen sich Pronomen sowie Orts- und Zeitangaben an die neue Sprechsituation an. Bleibt eine Aussage weiterhin gültig oder steht die Einleitung im Präsens, ist eine Zeitverschiebung nicht immer nötig.
Bildung
Einleitung im Präsens: meist keine Zeitverschiebung. Einleitung in der Vergangenheit: present → past, present perfect/past → past perfect, will → would, can → could. Pronomen und Zeitangaben anpassen, etwa today → that day und tomorrow → the next day. Aussagen stehen meist ohne that-Zwang; die normale Aussagesatzstellung bleibt erhalten.
Verwendung
- Mit say oder tell Aussagen anderer Personen sinngemäß wiedergeben; tell benötigt gewöhnlich ein Objekt.
- Pronomen, Orts- und Zeitangaben an die neue Sprechsituation anpassen.
- Keine Zeitverschiebung verwenden, wenn die Einleitung im Präsens steht oder eine Aussage weiterhin allgemein gilt.
- Indirekte Fragen separat mit Fragewort beziehungsweise if/whether und Aussagesatzstellung bilden; unpersönliche Meldungen mit passiver reporting-Struktur gehören nicht hierher.
Beispiele
- Maya said that she was tired. — Maya sagte, dass sie müde sei.
- Ben told me that he would call the next day. — Ben sagte mir, dass er am nächsten Tag anrufen würde.
- She says that she lives in Boston. — Sie sagt, dass sie in Boston wohnt.
Typischer Fehler
❌ He told that he was busy.
✅ He said that he was busy. / He told me that he was busy.
Tell braucht hier eine Person als Objekt; say kann ohne Personenobjekt stehen.
Merke
Tell benötigt normalerweise ein Personenobjekt, say nicht. Passe Zeitformen und Bezüge an die neue Sprechsituation an.