will-Future
Grammatik-Podcast
Kurz erklärt
Das will-Future beschreibt vor allem spontane Entscheidungen, Versprechen, Angebote und Vorhersagen. Eine spontane Entscheidung entsteht erst im Moment des Sprechens: Man sieht ein Problem und entscheidet sofort, etwas zu tun. Für Pläne, die schon vorher bestanden, verwendet man normalerweise going to. Für feste persönliche Vereinbarungen mit Zeit oder Ort ist oft das Present Progressive passender. Bei Vorhersagen steht will besonders dann, wenn sie auf einer Meinung oder Vermutung beruhen, häufig mit Ausdrücken wie I think, probably oder maybe. Liegen dagegen sichtbare Anzeichen für eine Entwicklung vor, verwendet man eher going to. Will verändert sich nicht nach der Person. In Fragen steht will vor dem Subjekt, und in Verneinungen wird will not meist zu won’t verkürzt.
Bildung
Aussage: Subjekt + will + Grundform des Verbs. Verneinung: Subjekt + will not (won’t) + Grundform. Frage: Will + Subjekt + Grundform? Kurzformen sind zum Beispiel I’ll, you’ll und we’ll.
Verwendung
- Spontane Entscheidungen im Moment des Sprechens
- Versprechen und Angebote
- Vorhersagen, Meinungen und Vermutungen über die Zukunft
Beispiele
- The phone is ringing. I’ll answer it. — Das Telefon klingelt. Ich gehe ran.
- I promise I won’t forget your birthday. — Ich verspreche, dass ich deinen Geburtstag nicht vergessen werde.
- I think the team will win tonight. — Ich glaube, dass die Mannschaft heute Abend gewinnen wird.
Typischer Fehler
❌ I will meet Sarah at the cafe at six. We arranged it yesterday.
✅ I’m meeting Sarah at the cafe at six. We arranged it yesterday.
Für eine bereits fest vereinbarte Verabredung verwendet man normalerweise das Present Progressive, nicht will.
Merke
Will passt zu spontanen Entschlüssen und Vermutungen. Für vorher bestehende Absichten nimmt man meist going to, für feste Vereinbarungen oft das Present Progressive.