Satzbau, Fragen & Verneinung

Ausrufe und indirekte Fragen

B1WichtigSpanisch aus Spanien

Grammatik-Podcast

Kurz erklärt

Ausrufe drücken Gefühle wie Freude, Überraschung oder Ärger aus. Sie stehen im Spanischen zwischen ¡ und !. Häufig beginnen sie mit betonten Wörtern wie qué, cómo oder cuánto. Indirekte Fragen sind dagegen in einen übergeordneten Satz eingebettet, zum Beispiel nach no sé, dime oder ¿sabes …? Fragewörter behalten dabei ihren Akzent, auch wenn der Gesamtsatz keine Fragezeichen hat.

Bildung

Ausruf: ¡qué + Nomen/Adjektiv! oder ¡cómo/cuánto + Verb!; indirekte Frage: Einleitung + Fragewort + Verb bzw. Einleitung + si + Aussagesatz.

Verwendung

  • Mit ¡qué …! Eigenschaften, Eindrücke oder Reaktionen hervorheben.
  • Mit ¡cómo …! die Art einer Handlung und mit ¡cuánto …! eine Menge oder Stärke betonen.
  • Mit Fragewörtern wie qué, dónde, cuándo oder por qué nach einer fehlenden Information fragen, ohne eine direkte Frage zu formulieren.
  • Mit si eine indirekte Ja-/Nein-Frage einleiten.

Beispiele

  • ¡Qué bonita es esta plaza! — Wie schön dieser Platz ist!
  • ¡Cómo ha cambiado el barrio! — Wie sehr sich das Viertel verändert hat!
  • No recuerdo dónde hemos aparcado el coche. — Ich weiß nicht mehr, wo wir das Auto geparkt haben.
  • ¿Sabes si el museo abre los domingos? — Weißt du, ob das Museum sonntags geöffnet ist?

Typischer Fehler

❌ No sé donde está la estación.

✅ No sé dónde está la estación.

Das Fragewort dónde trägt auch in einer indirekten Frage einen Akzent. Dass der Satz keine Fragezeichen hat, ändert daran nichts.

Merke

Betonte Frage- und Ausrufewörter tragen einen Akzent. Nur echte Ausrufe beziehungsweise direkte Fragen stehen zwischen den entsprechenden Satzzeichen.