Verben & Zeitformen

Passé composé oder Imparfait?

B1EssenziellFranzösisch

Grammatik-Podcast

Kurz erklärt

Beide Zeiten erzählen von Vergangenem, aber aus unterschiedlicher Sicht. Das Imparfait beschreibt den Hintergrund: Zustände, Gewohnheiten und Handlungen, die gerade andauerten. Das Passé composé stellt abgeschlossene Ereignisse in den Vordergrund und erzählt, was dann geschah. In einer Erzählung arbeiten beide Zeiten deshalb oft zusammen.

Bildung

Hintergrund oder Verlauf: Imparfait; abgeschlossenes oder neu eintretendes Ereignis: Passé composé.

Verwendung

  • Imparfait für Beschreibungen, Gefühle, Wetter und Situationen ohne betonte Grenze.
  • Imparfait für frühere Gewohnheiten und wiederholte Abläufe.
  • Passé composé für einzelne, abgeschlossene Ereignisse und Handlungsschritte.
  • Passé composé für ein Ereignis, das eine laufende Handlung unterbricht.

Beispiele

  • Il pleuvait quand je suis sorti. — Es regnete, als ich hinausging.
  • Quand j’étais enfant, je jouais souvent dans ce parc. — Als ich ein Kind war, spielte ich oft in diesem Park.
  • Nous dînions quand le téléphone a sonné. — Wir aßen gerade zu Abend, als das Telefon klingelte.
  • Elle a ouvert la porte, a posé son sac et s’est assise. — Sie öffnete die Tür, stellte ihre Tasche ab und setzte sich.

Typischer Fehler

❌ Quand j’ai été petit, j’ai souvent joué dans ce parc.

✅ Quand j’étais petit, je jouais souvent dans ce parc.

Eine frühere Lebensphase und eine Gewohnheit bilden hier den Hintergrund. Deshalb steht in beiden Teilen das Imparfait.

Merke

Das Imparfait malt die Szene, das Passé composé bringt die Handlung voran. Frage dich: Was war gerade so, und was geschah?