Pronomen ci
Grammatik-Podcast
Kurz erklärt
Das Pronomen ci verweist oft auf einen bereits genannten Ort und bedeutet dann „dort“ oder „dorthin“. Es kann außerdem eine Ergänzung mit a ersetzen, wenn diese sich auf eine Sache oder einen Sachverhalt bezieht. Im Deutschen entspricht ci dann häufig „daran“ oder „darauf“. Auf Personen verweist man in solchen Fällen normalerweise nicht mit ci, sondern zum Beispiel mit a lui oder a lei.
Bildung
ci + konjugiertes Verb; bei zusammengesetzten Zeiten: ci + Hilfsverb + Partizip
Verwendung
- Für einen bereits genannten Ort: andare a Roma → andarci.
- Für Ergänzungen mit a bei Verben wie pensare a, credere a oder riuscire a.
- Die konkrete deutsche Übersetzung richtet sich nach dem Verb und dem Zusammenhang.
Beispiele
- Vai spesso a Roma? Sì, ci vado ogni estate. — Fährst du oft nach Rom? Ja, ich fahre jeden Sommer dorthin.
- Hai pensato alla mia proposta? Sì, ci ho pensato. — Hast du über meinen Vorschlag nachgedacht? Ja, ich habe darüber nachgedacht.
- Non credo a questa storia: non ci credo proprio. — Ich glaube diese Geschichte nicht: Ich glaube sie wirklich nicht.
- Voleva risolvere il problema, ma non ci è riuscita. — Sie wollte das Problem lösen, aber es ist ihr nicht gelungen.
Typischer Fehler
❌ Lo penso spesso.
✅ Ci penso spesso.
Für „Ich denke oft daran“ verlangt pensare die Präposition a; deshalb steht ci und nicht das direkte Objektpronomen lo.
Merke
Ersetzt ci einen Ort, heißt es meist „dort“ oder „dorthin“. Ersetzt es a + Sache, entspricht es oft „daran“ oder „darauf“.