Subjektpronomen und ihre Auslassung
Grammatik-Podcast
Kurz erklärt
Die italienischen Subjektpronomen sind io (ich), tu (du), lui/lei (er/sie), noi (wir), voi (ihr/Sie) und loro (sie). Für die höfliche Anrede einer Person verwendet man Lei und die 3. Person Singular. Anders als im Deutschen lässt man das Subjektpronomen meistens weg, weil die Verbform bereits zeigt, wer handelt: Parlo italiano bedeutet Ich spreche Italienisch.
Bildung
Subjektpronomen + passende Verbform; normalerweise genügt die Verbform allein: (io) parlo, (tu) parli, (lui/lei/Lei) parla, (noi) parliamo, (voi) parlate, (loro) parlano.
Verwendung
- Das Pronomen wird meist ausgelassen, wenn die Verbform und der Zusammenhang das Subjekt klar machen.
- Es steht, wenn eine Person hervorgehoben oder zwei Personen einander gegenübergestellt werden.
- Lei bezeichnet in der höflichen Anrede eine einzelne Person und verlangt die Verbform der 3. Person Singular.
Beispiele
- Abito a Roma. — Ich wohne in Rom.
- Io prendo un caffè, tu che cosa prendi? — Ich nehme einen Kaffee, was nimmst du?
- Lei parla italiano? — Sprechen Sie Italienisch?
- Siamo pronti. — Wir sind bereit.
Typischer Fehler
❌ Io abito a Berlino e io lavoro qui.
✅ Abito a Berlino e lavoro qui.
Nach deutschem Muster wird das Subjektpronomen oft unnötig wiederholt. Im Italienischen reichen hier die eindeutigen Verbformen.
Merke
Die Verbendung verrät meist die Person. Setze das Subjektpronomen vor allem bei Hervorhebung oder Gegenüberstellung.