Zeitdauer zwischen zwei Uhrzeiten berechnen: Wie lange von 09:35 bis 10:20 Uhr?

Zwei illustrierte analoge Uhren zeigen 09:35 und 10:20 Uhr; ein Pfeil verdeutlicht die dazwischenliegende Zeitdauer.

Ein Termin beginnt um 09:35 Uhr und endet um 10:20 Uhr. Wie lange hat er gedauert? 45 Minuten: Bis 10:00 Uhr vergehen 25 Minuten, danach bis 10:20 Uhr noch 20. Statt die beiden Uhrzeiten wie gewöhnliche Zahlen voneinander abzuziehen, gehst du am besten in gut sichtbaren Schritten von der Anfangs- zur Endzeit.

Zwei Zeitpunkte, eine gesuchte Dauer

09:35 Uhr und 10:20 Uhr sind Zeitpunkte: Sie sagen, wann etwas beginnt und endet. Gesucht ist die Zeitspanne dazwischen, also eine Dauer in Minuten. Diese Unterscheidung wird auch in Grundschulmaterial zu Zeitpunkt und Zeitspanne verwendet.

Schreibe zuerst die Angaben auf: Anfang 09:35 – Ende 10:20 – Dauer ?. Die Reihenfolge ist wichtig: Wir zählen von 09:35 aus vorwärts. Damit wird aus der Frage „Wie lange?“ ein Weg auf der Uhr oder auf einem kleinen Zeitstrahl.

Über die volle Stunde rechnen: 09:35 bis 10:20

Eine Stunde hat 60 Minuten. Von 09:35 bis 10:00 fehlen deshalb 25 Minuten. Von 10:00 bis 10:20 sind es weitere 20 Minuten:

WegMinuten auf diesem StückErreichte Uhrzeit
Anfang–09:35
Zur nächsten vollen Stunde25 Minuten10:00
Von dort zum Ende20 Minuten10:20

Die beiden Dauern addierst du: 25 + 20 = 45 Minuten. Eine Probe macht den Unterschied zwischen Uhrzeit und Dauer noch klarer: Starte wieder bei 09:35, gehe 25 Minuten bis 10:00 und weitere 20 bis 10:20. Du erreichst genau die angegebene Endzeit.

Auf einer analogen Uhr steht der lange Zeiger anfangs auf der 7 (:35). Er läuft über die 12 (:00) zur 4 (:20). Gleichzeitig wandert der kurze Zeiger von zwischen 9 und 10 auf etwas hinter 10. Wenn ihr einen Zeitstrahl malt, schreibt die Zwischenstation 10:00 dazu – dann geht beim Stundenwechsel kein Stück verloren.

Wenn keine volle Stunde dazwischenliegt

Von 08:10 bis 08:45 Uhr bleibt die Stunde gleich. Hier reicht es, die Minuten innerhalb dieser Stunde zu vergleichen: 45 − 10 = 35 Minuten. An der analogen Uhr geht der lange Zeiger von der 2 (:10) zur 9 (:45); das sind sieben Schritte zu je fünf Minuten. Der kurze Zeiger bewegt sich dabei von kurz nach 8 weiter in Richtung 9, erreicht die 9 aber noch nicht.

Die Rechnung 45 − 10 funktioniert hier, weil Anfang und Ende in derselben Stunde liegen. Bei 09:35 und 10:20 würde 20 − 35 dagegen ein negatives Ergebnis liefern, obwohl die Endzeit später liegt. Dann teile den Weg an der vollen Stunde auf, statt einfach nur die Minutenzahlen zu subtrahieren.

Und wenn der Stundenzeiger über die 12 geht?

Auch 11:50 bis 12:25 Uhr lässt sich aufteilen: zehn Minuten bis 12:00, dann 25 Minuten bis 12:25. Zusammen sind das 35 Minuten. Auf dem Zifferblatt wandert der lange Zeiger von der 10 über die 12 zur 5. Der kurze geht von fast 12 auf ein Stück hinter 12.

Eine Zwölf-Stunden-Uhr zeigt die Zeigerstellung zweimal am Tag. Ob hier Mittag oder Mitternacht gemeint ist, muss der Kontext sagen. Für die eben gerechnete kurze Strecke von 11:50 bis 12:25 reicht die klar vorgegebene zeitliche Reihenfolge; bei Aufgaben über längere Zeit oder Tagesgrenzen braucht ihr zusätzliche Angaben zum Tag beziehungsweise zur Tageshälfte.

Drei Aufgaben: Wie viele Minuten liegen dazwischen?

Zeichne für jede Aufgabe einen Zwischenstopp an der nächsten vollen Stunde ein. Rechne zuerst selbst und prüfe anschließend die Lösungen.

  1. Eine Pause beginnt um 08:45 und endet um 09:20 Uhr. Wie lange dauert sie?
  2. Eine Aktivität beginnt um 10:15 und endet um 11:05 Uhr. Wie viele Minuten vergehen?
  3. Ein Spiel läuft von 15:40 bis 16:30 Uhr. Wie lange läuft es?

Lösungen:

  1. 35 Minuten: 08:45→09:00 sind 15 Minuten; 09:00→09:20 sind 20 Minuten. 15 + 20 = 35.
  2. 50 Minuten: 10:15→11:00 sind 45 Minuten; 11:00→11:05 sind 5 Minuten. 45 + 5 = 50.
  3. 50 Minuten: 15:40→16:00 sind 20 Minuten; 16:00→16:30 sind 30 Minuten. 20 + 30 = 50. Auf einer üblichen Zwölf-Stunden-Uhr entsprechen die Zeigerstellungen 3:40 und 4:30; die nachmittägliche Einordnung kommt aus den angegebenen digitalen Zeiten.

Falls ein Ergebnis nicht passt, beginne bei der Startzeit und addiere deine errechnete Dauer zurück. Landest du nicht bei der Endzeit, überprüfe besonders den Schritt über die volle Stunde.

Die beiden Zeitpunkte an einer Übungsuhr vergleichen

In der im Web als UhrenABC bezeichneten Anwendung kannst du unter „Zeit üben“ mit Stunden- und Minutenregler erst 09:35 und dann 10:20 einstellen. Vergleiche Zeiger, digitale Anzeige und ausgeschriebene Uhrzeit. Rechne die 45 Minuten selbst mit dem Zwischenschritt 10:00 aus: Die freie Uhr zeigt Zeiten, sie bewertet diese Dauerrechnung nicht.

Die gesonderte Aufgabe „Zeitspannen üben“ stellt dagegen eine Startzeit und eine Dauer und prüft, ob du die richtige Endzeit an der Zwölf-Stunden-Uhr eingestellt hast. Das ist die umgekehrte Fragestellung. Wenn du genau diesen Rechenweg üben willst, findest du ihn im Artikel zur Endzeit aus Startzeit und Dauer.

Probiert es aus: Wählt zwei Uhrzeiten im Fünf-Minuten-Raster, stellt sie nacheinander an der freien Uhr ein und notiert dazwischen die volle Stunde. Wie viele Minuten ergeben die beiden Teilstrecken zusammen?

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