Too, either oder neither? „Ich auch“ und „ich auch nicht“ auf Englisch

Vier illustrierte Dialogkarten mit I like tea, Me too, I don't drink coffee und Neither do I sowie Tee- und durchgestrichenem Kaffeemotiv

Jemand sagt I like tea, und du magst ebenfalls Tee: Me too! Bei I don’t drink coffee brauchst du dagegen eine negative Anschlussantwort: I don’t either oder Neither do I. Obwohl auf Deutsch in beiden Fällen „auch“ vorkommt, verändert sich im Englischen das Antwortmuster.

Hier lernst du einen einfachen Entscheidungsweg und übst ihn mit acht Aufgaben: Ist die Aussage positiv oder negativ? Wo steht das Anschlusswort? Welches Hilfsverb passt? Es geht um Gemeinsamkeiten im Gespräch, nicht um either … or („entweder … oder“) oder neither … nor („weder … noch“).

Die vier wichtigsten Muster auf einen Blick

AussagePassende ZustimmungBedeutung
I like tea.I like tea too. / Me too.Ich auch.
I like tea.So do I.Ich auch.
I don’t drink coffee.I don’t drink coffee either. / I don’t either.Ich auch nicht.
I don’t drink coffee.Neither do I.Ich auch nicht.

Entscheidend ist die Form der Aussage, nicht ob sie etwas Angenehmes beschreibt: I hate waiting. ist grammatisch positiv. Wenn das auch für dich gilt, passt So do I oder Me too.

Too am Satzende: eine positive Aussage ergänzen

Für „auch“ in einem bejahten Satz ist too am Satzende ein guter Einstieg:

  • Maya works here. I work here too. — Maya arbeitet hier. Ich arbeite auch hier.
  • I’m tired. — I’m tired too. — Ich bin müde. — Ich auch.
  • We can come tomorrow. — We can too. — Wir können morgen kommen. — Wir auch.

Im lockeren Gespräch ist Me too eine praktische kurze Antwort. Für eine Übung mit Hilfsverben kannst du dieselbe Gemeinsamkeit als So do I, So am I oder So can I ausdrücken.

Auch also und as well können „auch“ bedeuten. Die übliche Stellung unterscheidet sich: I also work here, I am also tired, aber I work here as well. Der Cambridge-Ratgeber zu also, as well und too erklärt die Positionen ausführlicher. Hier bedeutet too „auch“; too hot („zu heiß“) ist eine andere Verwendung.

Either nach einer Verneinung, neither ohne zusätzliches not

Wenn eine negative Aussage auch für dich gilt, stehen dir zwei besonders nützliche Wege offen.

1. Verneinter Satz + either am Ende:

  • I don’t drive. — I don’t drive either.
  • I’m not ready. — I’m not ready either.
  • I can’t swim. — I can’t either.

Die Verneinung bleibt im Verb: don’t, isn’t, can’t. Either ergänzt „auch“. In dieser Funktion schließt du damit eine weitere negative Idee an, wie Cambridge unter either erläutert.

2. Neither + Hilfsverb + Subjekt:

  • I don’t drive. — Neither do I.
  • I’m not ready. — Neither am I.
  • I can’t swim. — Neither can I.

Neither enthält bereits die negative Bedeutung. Deshalb heißt es Neither do I, nicht Neither don’t I. Achte außerdem auf die Reihenfolge: Das Hilfsverb steht vor dem Subjekt.

So do I oder so am I? Das Hilfsverb auswählen

So und neither funktionieren nicht mit einem einzigen festen Verb. Du übernimmst Zeit und Verbtyp der ursprünglichen Aussage und passt das Verb an das neue Subjekt an:

Verbtyp der AussagePositive GemeinsamkeitNegative Gemeinsamkeit
be: I’m tired. / I’m not ready.So am I.Neither am I.
can: I can swim. / I can’t drive.So can I.Neither can I.
have als Hilfsverb: I’ve finished. / I haven’t eaten.So have I.Neither have I.
einfaches Präsens: I like tea. / I don’t drink coffee.So do I.Neither do I.
einfaches Präteritum: I went home. / I didn’t stay.So did I.Neither did I.

Bei einem neuen Subjekt kann sich die Form ändern: I work here. — So does Maya. Oder: Maya isn’t ready. — Neither are we. Kopiere also nicht bloß das sichtbare Verb.

Du wiederholst das Vollverb nicht: So do I, nicht So do I like. Das Grundmuster beschreibt Cambridge im Abschnitt zu so und neither. Falls do/does/did noch unsicher sind, hilft der Ratgeber zu englischen Fragen.

Zustimmung ist nicht dasselbe wie „ja“ sagen

Neither do I stimmt einer negativen Aussage zu. Es widerspricht ihr nicht:

  • I don’t like this song. — Neither do I. Beide mögen das Lied nicht.
  • I don’t like this song. — I do. Die zweite Person mag es dagegen.
  • I like this song. — I don’t. Die zweite Person mag es nicht.

Frage dich deshalb zuerst: Gilt die Aussage für mich ebenfalls? Erst danach entscheidest du zwischen so/too und neither/not … either. Eine Antwort, die grammatisch passt, kann sonst das Gegenteil von dem ausdrücken, was du meinst.

Acht Übungen: Ergänze oder korrigiere

Bei 1–6 gilt die Aussage auch für die antwortende Person. Nutze das angegebene Muster. Löse zuerst alles ohne die Tabelle.

  1. I enjoy cooking. — I enjoy cooking ___. (too/either)
  2. I don’t eat meat. — I don’t eat meat ___. (too/either)
  3. I’m cold. — So ___ I.
  4. I can’t drive. — Neither ___ I.
  5. I visited Rome last year. — So ___ I.
  6. I’ve never tried sushi. — Neither ___ I.
  7. Korrigiere die zustimmende Antwort: I don’t watch TV. — Neither don’t I.
  8. I don’t like coffee. Du magst Kaffee aber doch. Antworte kurz mit I ….

Lösungen mit Begründung

  1. too: Der Satz ist positiv; too steht hier am Ende.
  2. either: Die Antwort enthält schon don’t. Either ergänzt die negative Gemeinsamkeit.
  3. am: Die Aussage verwendet be; zur Antwort mit I gehört am.
  4. can: Das Modalverb bleibt erhalten. Neither übernimmt die negative Bedeutung.
  5. did: visited steht im einfachen Präteritum; das Hilfsverb der Antwort ist did.
  6. have: I’ve ist I have, never macht die Aussage negativ. Deshalb Neither have I, ohne zusätzliches not.
  7. Neither do I. Alternativ: I don’t either. Nicht beide Negationsmuster vermischen.
  8. I do. Hier besteht keine Gemeinsamkeit: Du setzt der negativen Aussage deine positive entgegen.

Aus der Regel eine Gesprächsroutine machen

Schreibe auf Papier oder in deine Notizen vier eigene Aussagen: eine mit be, eine mit can, eine im einfachen Präsens und eine im Präteritum. Sprich zu jeder eine zustimmende Antwort. Verneine danach die Ausgangsaussage und bilde die passende negative Gemeinsamkeit. Zum Beispiel: I work on Saturdays. — So do I. Dann: I don’t work on Sundays. — Neither do I.

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Merksatz: Positive Gemeinsamkeit: too oder so + Hilfsverb + Subjekt. Negative Gemeinsamkeit: verneinter Satz + either oder neither + Hilfsverb + Subjekt.

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