Uhrzeit-Paare selbst machen: ein Spiel mit Uhr- und Zahlenkarten

Vier illustrierte Papierkarten bilden zwei Paare: analoge Uhren bei 3:00 und 3:30 sowie Zahlenkarten mit 3:00 und 3:30; rote Minuten- und blaue Stundenzeiger

Eine Karte zeigt eine analoge Uhr, eine andere 3:30. Gehören sie zusammen? Für dieses selbst gemachte Uhrzeit-Paare-Spiel reicht es nicht, zwei gleiche Bilder zu finden: Ihr verbindet eine Zeigerstellung mit ihrer Zahlenzeit und erklärt, warum sie passt. Mit sechs Paaren entsteht eine kleine, überschaubare Runde für ein Kind und eine begleitende Person oder für zwei Lernende.

Hier findet ihr die Materialliste, alle sechs Kartenpaare und zwei Spielweisen: zunächst offen zuordnen, später auf Wunsch verdeckt Paare finden. Die Karten stellt ihr auf Papier her; eine frei einstellbare Uhr kann beim Kontrollieren helfen.

Zwölf Karten vorbereiten

Ihr braucht festes Papier oder Karton, Bleistift, Lineal, Schere und zwei Stiftfarben. Ein runder Gegenstand hilft beim Zeichnen der Zifferblätter. Schneidet zwölf gleich große Karten aus. Ihre Rückseiten sollen gleich aussehen, damit weder Kartentyp noch Zeit schon von hinten erkennbar sind.

Auf sechs Karten zeichnet ihr jeweils ein Zifferblatt mit den Zahlen 1 bis 12. Setzt 12 nach oben, 3 nach rechts, 6 nach unten und 9 nach links; verteilt die anderen Zahlen dazwischen. Markiert den Mittelpunkt. Zeichnet einen kurzen Stundenzeiger und einen langen Minutenzeiger. Ihr könnt den kurzen blau und den langen rot färben; benutzt dieselben Farben auf allen Uhren.

Auf die übrigen sechs Karten schreibt ihr jeweils nur eine der Zahlenzeiten aus der folgenden Liste. Die Zahlenlösung gehört nicht zusätzlich auf die Uhrkarte. Sonst lässt sich das Paar finden, ohne die Zeiger zu lesen. Auch passende Farbrahmen oder kleine Symbole pro Paar würden die Lösung verraten; gestaltet die Vorderseiten deshalb einheitlich.

Sechs Paare und die richtigen Zeigerstellungen

Alle Zeiten liegen zwischen drei und vier Uhr. So könnt ihr vergleichen, wie beide Zeiger innerhalb derselben Stunde weiterwandern. Übertragt jede Tabellenzeile auf eine Uhrkarte und eine Zahlenkarte.

ZahlenkarteLanger MinutenzeigerKurzer Stundenzeiger
3:00auf 12genau auf 3
3:30auf 6genau mittig zwischen 3 und 4
3:15auf 3ein Viertel des Weges von 3 nach 4
3:45auf 9drei Viertel des Weges von 3 nach 4
3:20auf 4ein Drittel des Weges von 3 nach 4
3:55auf 11fast auf 4, aber noch davor

Der Stundenzeiger bleibt also nicht die ganze Stunde auf der 3 stehen. Bei 3:55 hat er bereits elf Zwölftel des Weges zur 4 zurückgelegt. Erst bei 4:00 erreicht er die 4, während der Minutenzeiger wieder oben auf der 12 steht.

Prüft die Zeichnungen vor dem Spielen gemeinsam mit der Tabelle. Entscheidend sind die richtige Reihenfolge der Zahlen, klar unterscheidbare Zeigerlängen und die Stellung beider Zeiger. Wenn die Minutenwerte noch unklar sind, hilft die Erklärung zum Ablesen in Fünf-Minuten-Schritten.

Erste Runde: offen zuordnen und begründen

Legt zunächst nur 3:00 und 3:30 mit den beiden passenden Uhrkarten offen hin. Mischt die Positionen. Eine Person nimmt eine Uhrkarte, sucht die Zahlenkarte und erklärt ihre Entscheidung:

„Der lange Zeiger steht auf der 6. Das sind 30 Minuten. Der kurze steht zwischen 3 und 4. Deshalb gehört diese Uhr zu 3:30.“

Die andere Person prüft beide Zeiger anhand der Tabelle. Tauscht danach die Rollen. Wenn diese Zuordnung verständlich ist, ergänzt 3:15 und 3:45; die beiden übrigen Paare kommen später dazu.

Passt eine Zuordnung nicht, fragt zuerst: „Welche Stunde hat schon begonnen?“ und „Wie viele Minuten zeigt der lange Zeiger?“ Bei einem kurzen Zeiger knapp vor der 4 ist es noch nicht vier Uhr: Die passende Karte lautet 3:55, nicht 4:55. Ihr braucht dafür weder eine Stoppuhr noch eine feste Zahl von Durchgängen.

Zweite Runde: verdeckt Paare finden

Verwendet nur die Paare, die ihr zuvor offen besprochen habt. Prüft noch einmal, ob zu jeder Uhr genau eine Zahlenkarte im Spiel liegt. Mischt sie und legt sie mit der Rückseite nach oben aus.

  1. Eine Person deckt zwei Karten auf.
  2. Zeigen sie eine Uhr und die passende Zahlenzeit, erklärt sie die Stellung beider Zeiger und behält das Paar. Danach darf sie erneut aufdecken.
  3. Passen sie nicht zusammen oder sind es zwei Uhrkarten beziehungsweise zwei Zahlenkarten, bleiben sie kurz sichtbar. Dann dreht ihr sie zurück und die andere Person ist dran.
  4. Spielt, bis alle Paare gefunden sind. Wenn ihr möchtet, zählt ihr am Ende die Paare; ihr könnt sie ebenso gemeinsam sammeln.

Lasst bei einer unsicheren Erklärung beide Karten offen und schaut zusammen in die Tabelle. Der Zweck der Runde ist, die Verbindung zwischen Uhr und Zahlen zu verstehen. Das Erinnern an die Kartenplätze ist ein zusätzlicher Teil des Spiels.

Die Runde passend verändern

  • Einfacher: nur zwei Paare nutzen und offen spielen. Dabei zunächst die vollen und halben Stunden vergleichen.
  • Ohne Gedächtnisanteil: alle Uhrkarten links und alle Zahlenkarten rechts offen auslegen. Reihum ein Paar auswählen und begründen.
  • Mit genauerem Vergleich: 3:15 und 3:20 nebeneinanderlegen. Was verändert sich am langen Zeiger, was am kurzen?
  • Später erweitern: neue Paare aus einer anderen Stunde erstellen. Kontrolliert zuerst beide Zeiger und nehmt keine doppelte Zahlenkarte auf.

Die Uhrkarten zeigen hier bewusst nur eine Zwölf-Stunden-Zeit. Ob morgens oder nachmittags gemeint ist, ist für diese Runde keine zusätzliche Aufgabe.

Eine Übungsuhr zum Vergleichen verwenden

In der Web-Anwendung UhrenABC / ClockABC öffnet ihr „Zeit üben“ und stellt eine Kartenzeit mit den Stunden- und Minutenreglern ein. Die analogen Zeiger, die digitalen Anzeigen und die ausgeschriebene Uhrzeit ändern sich gemeinsam. Vergleicht beispielsweise 3:30 auf dem Bildschirm mit eurer Zeichnung: Steht der kurze Zeiger wirklich in der Mitte zwischen 3 und 4?

Die freie Uhr bewertet eure Papierkarten nicht automatisch; ihr kontrolliert die Übereinstimmung gemeinsam. Das Paare-Spiel selbst findet mit euren Karten auf dem Tisch statt.

Beginnt mit zwei Paaren, erklärt beide Zeiger und ergänzt erst danach weitere Zeiten. Die Links zur Anwendung findet ihr auf der UhrenABC-Website.

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